Etwas in der Welt erleben, dann darüber nachdenken,
aktiv einen eigenen Gedanken bilden, ihn ruhen lassen
und dann in der Stimmung der Erwartung zusehen,
was als neue Einsicht, als neue Inspiration,
als neue Idee für eine Tat entstehen kann.
Das ist ein Weg zum Schöpfen aus dem Nichts.
(Rudolf Steiner, 1909)
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Banken erzeugen bei der Kreditvergabe stets zusätzliches Geld, das vorher nicht vorhanden war und können durch Ankauf werthaltiger Aktiva Geld erzeugen, gleichwohl fordern sie vom Kreditnehmer für das zusätzlich erzeugte Kreditgeld die Zahlung von Zinsen. Bezeichnet als Fiat Money = „Es werde Geld“,(von „fiat lux“ = „Es werde Licht“, dem göttlichen Schöpfungsbefehl im 1. Buch Mose der Bibel)
(Wikipedia)
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Wir, die guten Willens sind,
geführt von Ahnungslosen,
versuchen für die Undankbaren
das Unmögliche zu vollbringen!
Wir haben soviel mit so wenig
so lange versucht,
dass wir jetzt qualifiziert sind,
fast alles mit NICHTS zu erreichen!
(aus dem Büro einer ARGE, 2009 – Gefunden bei: wissen55.de.tl)
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Schöpfung aus dem Nichts?
Man könnte sagen, es geschieht täglich oder man könnte sagen, es ist unmöglich, beides ist wahr. Die obigen Zitate, zwischen denen 100 Jahre liegen und dazwischen unser „Fiat Money“, was zeigt uns dieser Verlauf?
Die Inspiration, die vermeintlich aus dem „Nichts“ kommt, kennen die meisten. Auch Menschen, die Unmögliches vollbringen und gewissermaßen mit „Nichts“ erreichen, kennen wir. Nur beim Geld, da scheint langsam klar zu werden, dass es nicht aus dem „Nichts“ kommt, sondern dass immer jemand dafür bezahlen muss, dass überall Geld fehlt und die Zinsen ins Unermessliche steigen. Könnte es daran liegen, dass man Zinsen nicht mit Inspiration bezahlen kann, sondern nur mit Geld?
Die Inspirationen sind wunderbar, nur muss man erst jemanden finden, der einem Geld dafür bezahlt, wenn man damit seine Schulden begleichen will. Und dieses Geld kommt auch nicht aus dem „Nichts“, sondern ganz konkret von einer Person, die es wieder von einer anderen Person bekommen hat.
Geistige Schöpfung ist frei, sie „fliegt“ uns zu, ohne etwas von uns zu verlangen! Geld jedoch verlangt immer einen materiellen Gegenwert oder „Sicherheiten“. Materie ist begrenzt, während der Geist unbegrenzt ist. Solange unbegrenzt geschöpftes Geld andererseits an materielle Sicherheiten gekoppelt wird, erzeugt es zwangsläufig einen permanenten Mangel, denn der materielle Gegenwert wird im Verhältnis zum vorhandenen Geld immer knapper.
Es scheint, als wäre der Mensch hier einer Verwechslung erlegen: Statt der kreativen geistigen Schöpfung, die in unserer hektischen Welt immer mehr vernachlässigt wird, haben wir diese Schöpfung in die Materie verlegt, wo sie permanenten Mangel erzeugt. Und während unserer Jagd nach dem knappen Geld haben wir immer weniger Raum für geistige Inspiration. So entsteht ein Teufelskreis, der sich selbst beschleunigt und so zu den bekannten Krisen
führt.
Nehmen wir allerdings den Schöpfungsbereich wieder zurück auf die geistige Ebene und öffnen uns für Wahrhaftigkeit im Sinne des Lebens, so findet sich auch ein angemessener Umgang mit dem Geld, das nichts weiter ist, als eines von vielen materiellen Hilfsmitteln, und nicht, wie vielfach missverstanden, eine Schöpfermacht. Die Schöpfermacht ist eine Quelle, die nur jenseits aller Materie zu finden ist, uns aber durchaus zur Verfügung steht, wenn wir das wollen!